| Traditionelle Selbstverteidigung |
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Bei diesem System geht es in erster Linie um Selbstverteidigung. Von der Abwendung banaler Angriffe bis zur Abwehr lebensbedrohlicher Angriffe. Gerade in diesem System ist man in der Lage die Verteidigung der Stärke des Angriffes anzupassen. Was nicht überall selbstverständlich ist. Die Elemente des Jiu Jitsu Trainings in groben Zügen:
Historische Entwicklung des Jiu-Jitsu und des Judo
Eine andere Quelle findet sich im Takanogawy (eine der ältesten japanischen Schriften, die den Zweikampf behandelt), demzufolge bereits die japanischen Götter Kashima und Kadori verschiedene Kunstgriffe verwendeten, um ihre Untertanen zu züchtigen. Gemäß dem Bujutsu Ryusoroku, den Biographien der verschiedenen Kriegsübungsschulen und Schulen ähnlicher Gebiete, gab es in der Zeit vor der Errichtung des Kodokan über 20 verschiedene Schulen des Durch diese Beobachtung angeregt, beschloß Akyjama Shirobei Yoshitoki ein Kampfsystem zu entwickeln, bei welchem auch der Schwache „durch Nachgeben siegen“ könne. In Zurückgezogenheit studierte er nun die kraftraubenden chinesischen Tes nach dem Prinzip des Nachgebens. Nach diesem Studium gründete er die Yoshin Ryu, die Weidenherzschule, hatte ihn doch die geschmeidige Weide auf diesen Gedanken gebracht. Auf jeden Fall dürfte China das Ursprungsland des Jiu-Jitsu sein. Es steht aber ebenso fest, daß die heute erreichte Perfektion ausschließlich japanischen Bemühungen zu verdanken ist. Knapp nach der Gründung der Yoshin Ryu entstanden weitere Schulen in Japan. Die bekanntesten sind auch heute noch die Tenshin Shinyo Ryu, Kito Ryu, Takenouchi Ryu, Arato Ryu, usw... . Die Unterschiede der verschiedenen Schulen sind hauptsächlich durch die Spezialisierung der Lehrer in den verschiedenen Technikbereichen begründet. Ein wesentliches Moment in der Verbreitung des Jiu-Jitsu war der streng gehandhabte Klassenunterschied in jener Zeit. Bürgerlichen war es gewöhnlich verboten, Waffen irgendwelcher Art zu tragen, sodaß jenen das Studium des waffenlosen Zweikampfes sehr am Herzen lag. Atemi, die Kunst des Hervorrufens von Tod oder Bewußtlosigkeit durch Schlag, Stoß oder Druck wurde von Sekizai Minamoto, der auch der Begründer der Tenshin Shinyo Ryu war, entwickelt. Dieser soll einst allein mit seinem Assistenten Nishimura den Kampf mit 100 Kulis aufgenommen haben und siegreich geblieben sein. Als Japan im Jahre 1854 seine „splendid isolation“ aufgab, gerieten die verschiedenen Richtungen des Jiu-Jitsu in Gefahr vergessen zu werden. Der Deutsche Dr. Joachim Baelz, der an der Universität Tokio einen Lehrstuhl innehatte, legte seinen Studenten nahe, diesen Bereich der alten japanischen Kultur nicht untergehen zu lassen. Sein Schüler Jigoro Kano studierte daraufhin bei einigen alten Meistern und stellte fest, daß die Techniken bei allen nur noch rein mechanisch erlernt wurden. Er faßte daraufhin die noch bestehenden Systeme zusammen und stärkte durch die philosophische Ausrichtung die geistige Haltung der Schüler. So wurde aus der Kunst der Sanftheit (Jiu-Jitsu) das Judo (der sanfte Weg), um zu dokumentieren, daß sein Sport sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung seiner Schüler anstrebt. Europa hatte die ersten Kontakte mit Jiu-Jitsu in den Jahren zwischen der Jahrhundertwende und dem Beginn des ersten Weltkrieges durch gelegentliche Zirkusbesuche von Japanern, die großes Aufsehen erregten. |


